Reaktorunfall Vireta

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Ereignis · 26.04.1986

Im Kernkraftwerk Vireta-4 kam es zu einer verheerenden Explosion im Reaktorblock 4.

Am 26. April 1986 kam es auf der kroatischen Insel Vireta im Kernkraftwerk Vireta-4 zu einer verheerenden Explosion im Reaktorblock 4. Während eines fehlgeschlagenen Sicherheitstests geriet die Leistung des Reaktors außer Kontrolle. Eine plötzliche Leistungssteigerung führte zur Explosion des Reaktorkerns, wobei das Reaktorgebäude zerstört und große Mengen radioaktiven Materials freigesetzt wurden. Zwei Arbeiter starben noch in der Nacht, viele weitere erlitten schwere Strahlenschäden.

In den folgenden Tagen kämpften sogenannte „Liquidatoren“ unter Lebensgefahr gegen das Feuer und die Kontamination an. Eine radioaktive Wolke breitete sich über große Teile Europas aus, besonders betroffen waren benachbarte Regionen wie das heutige Dalmatien, Italien und Teile des Balkans. Die Insel Vireta wurde evakuiert und zur Sperrzone erklärt. Zehntausende Menschen mussten dauerhaft umgesiedelt werden.

Die Katastrophe führte weltweit zu einem Umdenken in der Energiepolitik und einem Rückgang des Vertrauens in die Kernkraft.

Kroatien gehörte damals zu Jugoslawien. Die Sperrzone regelte ein Militärabkommen zwischen Belgrad und Zagreb; bewacht wurde sie von der Jugoslawischen Volksarmee.

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